Rauchen als Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs

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Wenn das Rauchen aufgegeben wird, sinkt das Risiko wieder – zumindest bei Männern. 

Rauchen verursacht nicht nur Lungenkrebs, auch andere Krebsarten können dadurch hervorgerufen werden. In einer aktuellen Studie aus Japan bestätigte sich, dass Rauchen auch für Bauchspeicheldrüsenkrebs ein Risikofaktor ist. Der Bericht erschien in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher fassten in ihrer Analyse die Daten aus zehn bevölkerungsbasierten Kohortenstudien mit insgesamt 354.154 Teilnehmern zusammen. Von ihnen erkrankten 1.779 in der Beobachtungszeit an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Verglichen mit Niemals-Rauchern hatten aktive Raucher ein erhöhtes Risiko für die Krankheit, dies galt sowohl für Frauen als auch für Männer. Bei den Männern, die im Laufe der Beobachtungszeit das Rauchen aufgaben, ging das erhöhte Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs wieder zurück und war nach fünf Jahren dem von Nichtrauchern vergleichbar. Bei Frauen war ein solcher Effekt nicht zu beobachten, sie hatten, auch wenn sie das Rauchen aufgaben, weiterhin ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Offenbar gebe es Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich des Umstands, welchen Einfluss das Rauchen auf das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Zumindest Männer könnten im Laufe der Jahre ihr erhöhtes Risiko durch Rauchverzicht wieder senken.

 

Quellen:

Koyanagi YN et al. Smoking and pancreatic cancer incidence: a pooled analysis of ten population-based cohort studies in Japan. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-18-1327

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.06.2019 17:52