Rauchbedingter Krebs: Kann auch zweimal kommen

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Raucher laufen Risiko, nach einer ersten überstandenen Krebserkrankung auch ein zweites Mal an Krebs zu erkranken. In einer Studie war Mundrachenkrebs dabei am häufigsten.

Wer als Raucher eine erste Erkrankung an Krebs übersteht, ist nicht vor weiteren Krebserkrankungen gefeit. Im Gegenteil: Das Risiko, erneut an Krebs zu erkranken, ist laut einer Studie in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer recht hoch.

In der Studie untersuchten die Forscher die Daten von mehr als 1,6 Millionen Personen, die eine mit dem Rauchen in Verbindung stehende Krebserkrankung, zum Beispiel Lungenkrebs, bösartige Kopf-Halstumoren oder Harnblasenkrebs, überlebt hatten. Siebeneinhalb Prozent von ihnen erkrankten später erneut, davon drei Viertel an einer Krebserkrankung, die wiederum auf das Rauchen zurückgeführt werden konnte. Das höchste Risiko für eine zweite Krebserkrankung hatten Patienten, die einen bösartigen Kopf-Halstumor überlebt hatten. In den Jahren 2003 bis 2014 stieg die Belastung durch weitere Krebserkrankungen unter Überlebenden einer rauchbedingten ersten Krebserkrankung an. 

Einer von zwölf Überlebenden einer rauchbedingten Krebserkrankung erkrankt später erneut an Krebs, so das Fazit der Studienautoren. Am häufigsten trat dabei Mundrachenkrebs (Oropharynxkarzinom) auf, den höchsten Anteil an der durch die Erkrankungen ausgelösten zusätzlichen Belastung trugen Lungenkarzinome.

 

Quelle:

Boakye E A et al. Trends in the risk and burden of second primary malignancy among survivors of smoking‐related cancers in the United States. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Januar 2019, https://doi.org/10.1002/ijc.32101

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.04.2019 10:26