Prostatakrebs: Übergewicht und Rauchen als Risikofaktoren

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Das Sterberisiko erhöht sich bei Männern, die vor der Diagnose übergewichtig waren oder rauchten

Männer, die rauchen und übergewichtig sind, haben, wenn sie an Prostatakrebs erkranken, schlechtere Karten. Beides sind offenbar Risikofaktoren für einen ungünstigeren Krankheitsverlauf. Dies stellte sich in einer Studie heraus, deren Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention erschienen.

Die Forscher stellten die Daten von mehr als 10.100 Prostatakrebspatienten aus acht Studienkohorten zusammen. Im Durchschnitt waren die Patienten acht Jahre lang begleitet worden. Festgehalten wurden die Todesfälle, wobei verschiedene mögliche Einflussfaktoren für die Prognose wie das Lebensalter, der Alkoholkonsum, Diabetes mellitus und das Erkrankungsstadium berücksichtigt wurden.

Ein erhöhter Body Mass Index (BMI) als Ausdruck von Übergewicht vor der Prostatakrebsdiagnose stellte sich als ungünstiger Faktor für die Prognose heraus: Er erhöhte das Risiko, an dem Krebs zu versterben, wobei das Risiko mit zunehmendem BMI größer wurde. Dies galt im Besonderen für Männer, die zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 65 Jahre waren. Aktive Raucher hatten gegenüber Niemals-Rauchern unabhängig vom Lebensalter und dem BMI ein fast zweifach erhöhtes Risiko, am Prostatakrebs zu sterben. 

Sowohl das Rauchen als auch Übergewicht oder Fettleibigkeit vor der Diagnose Prostatakrebs erhöhen offenbar das Sterberisiko der Betroffenen, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Yuan, C. et al.: Prediagnostic Body-mass Index, Smoking and Prostate Cancer Survival: A Cohort Consortium Study of Over 10,000 White Men with Prostate Cancer. Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention 2015, 24:759-760

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 12.12.2017 14:59