Prostatakrebs: Rauchen verschlechtert die Langzeitprognose

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Durch Rauchen erhöht sich bei Prostatakrebs langfristig das Sterberisiko. Damit aufzuhören kann die Prognose verbessern

Tabakrauch geht nicht nur auf die Lunge, auch andere Organe werden davon in Mitleidenschaft gezogen. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Causes & Control berichteten, haben Raucher, wenn sie an Prostatakrebs erkranken, eine ungünstigere Prognose zu erwarten.

In der Studie wurden rückblickend die Daten von 780 Männern ausgewertet, die zwischen 1995 und 2002 an Prostatakrebs erkrankt waren. Ihr Krankheitsverlauf war über 13 Jahre und länger verfolgt worden. Die Raucher unter ihnen hatten ein höheres Risiko als Niemals-Raucher, am Prostatakrebs oder auch an einer anderen Ursache zu sterben. Die Menge der gerauchten Zigaretten spielte dabei ebenso eine Rolle wie die Raucherjahre. Mehr als 15 Zigaretten pro Tag beispielsweise verdoppelte das Sterberisiko an Prostatakrebs, länger als 45 Jahre geraucht zu haben, steigerte es sogar um das Zweieinhalbfache. Dagegen hatten Patienten, die zwar früher geraucht hatten, dies aber zum Zeitpunkt der Diagnose nicht mehr taten, kein erhöhtes Risiko, am Prostatakrebs zu versterben.

Das Langzeitüberleben bei Prostatakrebs würde durch das Rauchen deutlich eingeschränkt, so lautete das Fazit der Studienautoren. Offenbar lohne es sich, mit dem Rauchen aufzuhören – dadurch könne die Prognose im Falle einer Prostatakrebserkrankung verbessert werden.

 

Quelle:

Polesel, J. et al.: The negative impact of tobacco smoking on survival after prostate cancer diagnosis. Cancer Causes & Control, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Juli 2015, 10.1007/s10552-015-0624-2

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.06.2017 11:26