Prognose bei Knochenkrebs

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Den stärksten Einfluss auf die Prognose hat es offenbar, wenn der Tumor bereits in andere Organe gestreut hat

Welche Faktoren sind beim Osteosarkom, einem bösartigen Knochentumor, mit einer eher ungünstigen Prognose verbunden? Dieser Frage gingen Wissenschaftler nach, indem sie die Daten der großen Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Program Datenbank aus den Jahren 1991 bis 2010 auswerteten. Über ihre Ergebnisse berichteten sie kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Den stärksten Einfluss auf die Prognose hatte es demnach, wenn der Krebs bei der Diagnosestellung bereits in andere Organe gestreut hatte: Von den Patienten, bei denen sich die Erkrankung noch auf ihren Ursprungsort begrenzte, war nach zehn Jahren ein Drittel an den Folgen des Osteosarkoms gestorben. Hingegen waren in der Gruppe derer, bei denen bereits Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, vorgelegen hatten, nach zehn Jahren drei Viertel der Patienten der Krankheit erlegen. Als ebenfalls ungünstig für die Prognose erwiesen sich große Tumoren (mindestens 10 cm) und ein höheres Lebensalter (60 Jahre und älter) der Patienten. Männer hatten zudem im Durchschnitt eine schlechtere Prognose als Frauen.

Besonderes Augenmerk, so die Studienautoren, müsse bei den Untersuchungen darauf liegen, ob ein Osteosarkom bereits metastasiert hat oder nicht. Da dieser Faktor die Prognose am stärksten beeinflusse, sei im positiven Fall eine entsprechend intensive Therapie erforderlich.

 

Quelle:

Duchman, K. R. et al.: Prognostic factors for survival in patients with high-grade osteosarcoma using the Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Program database. Cancer Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 19. Mai 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.05.001

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.05.2017 21:12