Photodynamische Therapie bei aktinischer Keratose

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Bei der Hautkrebsvorstufe kann die Wirksamkeit der photodynamischen Therapie noch gesteigert werden, wenn diese mit einer Lasertherapie kombiniert wird.

Bei der aktinischen Keratose, einer Vorstufe von Hautkrebs, hat sich die photodynamische Therapie als wirksam und sicher erwiesen. Wenn diese Therapie mit einem sogenannten ablativen fraktionierten Laser kombiniert wird, kann die Effizienz der Behandlung noch einmal gesteigert werden, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology berichteten.

Die photodynamische Therapie kann bei oberflächlichen Hauttumoren wie der aktinischen Keratose eingesetzt werden, die nur wenig in die Haut eingedrungen sind. Die erkrankte Stelle wird dabei mit einer speziellen Creme behandelt, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Wenn der Bereich anschließend mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt wird, wird das erkrankte Gewebe zerstört. Ablative fraktionierte Laser verstärken die Empfindlichkeit des erkrankten Bereichs für die photodynamische Therapie noch, indem sie zu einem Temperaturanstieg und zur Verdampfung und damit Abtragung (Ablation) des Gewebes führen.

In der jetzt vorliegenden Analyse wurden zusammenfassend sieben Studien ausgewertet, in denen unter anderem die Laser-assistierte photodynamische Therapie bei Patienten mit aktinischen Keratosen zum Einsatz gekommen war. Die kombinierte Behandlung erwies sich der alleinigen photodynamischen Therapie gegenüber als überlegen: Die aktinischen Keratosen verschwanden häufiger. Dabei verursachte die Laser-gestützte photodynamische Therapie nicht mehr Schmerzen als die photodynamische Therapie allein oder andere lokale Behandlungen.

 

Quelle:

Steeb T et al. Laser-assisted photodynamic therapy for actinic keratosis: A systematic review and meta-analysis. Journal of the American Academy of Dermatology 2019, 80(4):947-56

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 12.12.2019 17:14