Patienten mit Mundhöhlenkrebs: Häufig auch sonst noch krank

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Oft weisen Patienten mit Mundhöhlenkrebs Begleiterkrankungen auf. Dies kann die Prognose verschlechtern.

Viele Patienten, die an Mundhöhlenkrebs erkranken, leiden auch an anderen Erkrankungen. Dies wirkt sich offenbar auch auf die Prognose bei der Krebserkrankung aus, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

In der Studie wurden die Daten von 1.183 Patienten aus Dänemark ausgewertet, die zwischen 2000 und 2014 an einem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle erkrankt waren. Als Vergleichsgruppe dienten 11.830 nicht an Mundhöhlenkrebs erkrankte Personen, deren Daten im dänischen nationalen Patientenregister festgehalten worden waren. 

Unter den Patienten mit Mundhöhlenkrebs waren zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose und fünf Jahre danach Begleiterkrankungen stärker verbreitet als unter den Vergleichspersonen. Die Fünf-Jahresüberlebensaussichten nahmen mit steigender Zahl an Begleiterkrankungen ab. Auch in der statistischen Analyse zeigte sich dieser Zusammenhang: Das Risiko, an der Mundhöhlenkrebserkrankung zu versterben, war bei Patienten mit mehr Begleiterkrankungen höher als bei Patienten ohne Begleiterkrankungen.

Die Patienten mit Mundhöhlenkrebs hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen auch ein höheres Risiko, im Verlauf weitere Begleiterkrankungen zu entwickeln.

 

Quelle:

Ghanizada M et al. The impact of comorbidities on survival in oral cancer patients: a population-based, case-control study. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 24. Oktober 2020, https://doi.org/10.1080/0284186X.2020.1836393

 

(KvK)

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