Osteosarkom: Die Diagnose so früh wie möglich stellen

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Die Überlebenszeiten verbessern sich, wenn die Diagnose rasch gestellt und die Therapie eingeleitet werden.

Bei einem Osteosarkom, also einem bösartigen Knochentumor, in der Nähe des Knies sollte mit der Therapie nicht lange gezögert werden. Wissenschaftler untersuchten, wie sich ein längeres Auftreten von Symptomen auf die Prognose auswirkt. Sie berichteten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Erhoben wurden die Daten von 220 Patienten, die jünger als 40 Jahre waren. Alle litten an einem Osteosarkom rund um das Knie. Die Forscher ermittelten, wie lange bereits Symptome bestanden, bevor die richtige Diagnose gestellt und eine Therapie eingeleitet wurden. Je kürzer dieses Symptomintervall war, desto besser waren die Fünf-Jahresüberlebenszeiten. Die Tumoren waren bei einer längeren Symptomzeit zwar nicht größer, jedoch bestanden bereits häufiger Metastasen, also Tochtergeschwülste in anderen Organen. Auf Chemotherapie sprachen die Tumoren dennoch an, unabhängig davon, wie lange bereits Symptome bestanden hatten.

Patienten mit Osteosarkom am Knie profitieren, je früher die Diagnose gestellt wird, so die Interpretation der Studienautoren.

 

Quelle:

Hu J et al. Is increased symptom interval associated with advanced stage and poorer outcome? A prospective multicenter study of 220 patients with osteosarcoma around the knee. Cancer Epidemiology 2020, 67:101776

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52