Operation nach neoadjuvanter Chemostrahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

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Nicht unnötig Zeit verstreichen lassen.

Nach einer unterstützenden neoadjuvanten Chemostrahlentherapie sollte mit der Operation bei lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs möglichst nicht lange gewartet werden. Ansonsten, so das Ergebnis einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Medicine, müsse bei der Wirksamkeit der Behandlung mit Einbußen gerechnet werden.

Für die Studie werteten die Forscher die Daten von 3.489 Patienten mit lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs aus. Alle hatten eine neoadjuvante Chemostrahlentherapie erhalten und waren anschließend operiert worden. Die Forscher unterschieden in der Analyse zwischen Personen, die innerhalb von sieben Wochen nach der neoadjuvanten Chemostrahlentherapie operiert worden waren, und Personen, bei denen die Operation erst später durchgeführt worden war.

Die frühe Operation zahlte sich aus: Das mediane Gesamtüberleben war in dieser Patientengruppe signifikant besser. Wenn bei der Operation ein Lungenlappen entfernt werden musste, war die Sterblichkeit niedriger, wenn dies innerhalb von 66 Tagen nach der neoadjuvanten Therapie erfolgt war.

Die Forscher vermuten, dass sich mit der engen zeitlichen Nähe von neoadjuvanter Therapie und Operation bei lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs die Tumorkontrolle verbessern lasse.

 

Quelle:

Han JE et al. Optimal surgical timing and radiotherapy dose for trimodality therapy in locally advanced non-small cell lung cancer. Cancer Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 5. August 2021, DOI: 10.1002/cam4.4123

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30