Operation bei Nebennierenmetastasen

Nachricht vom 27.01.2022

Angaben zum Autor und Erstelldatum finden Sie am Ende des Beitrages.

Wenn bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs einzelne Metastasen in den Nebennieren auftreten, kann sich eine Operation unter Umständen auszahlen.

Wenn bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs einzelne Metastasen in den Nebennieren auftreten, kann sich eine Operation lohnen. Das belegen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Ann Surg Oncol.

In der rückblickenden Studie untersuchten die Forscher die Daten von 122 Patienten im Durchschnittsalter von rund 60 Jahren, die an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erkrankt waren und wegen einzelner Metastasen in der Nebenniere operiert wurden. Bei der Hälfte der Patienten dauerte es nach der Operation fast dreieinhalb Jahre, bis die Krankheit weiter voranschritt. Ein längeres krankheitsfreies Überleben war zu beobachten, wenn der Lungentumor selbst operiert worden war, es eine längere Zeit gedauert hatte, bis die Metastasen aufgetreten waren, und wenn sich die Metastasen auf derselben Körperseite befanden wie der Lungentumor. Letzteres hatte auch einen günstigen Einfluss auf das Gesamtüberleben, ebenso wie die Durchführung einer adjuvanten Chemotherapie nach der Lungenkrebsoperation. Kürzere krankheitsfreie Zeiten traten hingegen zum Beispiel bei älteren Patienten auf und wenn bereits in anderen Organen Metastasen vorlagen.

Bei einzelnen Nebennierenmetastasen sollte eine Operation für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in Betracht gezogen werden, so das Fazit der Studienautoren. Dies könne in bestimmten Fällen die Überlebensaussichten offenbar verbessern. 

 

Quelle:

Krumeich LM et al. Survival After Adrenalectomy for Metastatic Lung Cancer. Ann Surg Oncol, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Januar 2022. doi: 10.1245/s10434-021-11192-7

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 20.05.2022 15:17