Operation bei Merkelzellkarzinom

Nachricht vom 21.09.2023

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Auch die Mohs Operation ist bei lokal begrenzten Tumoren offenbar ein wirksames und sicheres Verfahren.

Bei der Operation von Merkelzellkarzinomen, einem aggressiven Hautkrebs, kann die sogenannte Mohs Operation zum Einsatz kommen. Wenn der Tumor noch lokal begrenzt ist und sich nicht mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in andere Organe ausgebreitet hat, ist es offenbar, wie ein Studienbericht in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology bestätigt, ein wirkungsvolles Verfahren.

Bei der Mohs Operation wird während des Eingriffs fortwährend kontrolliert, ob sich am Schnittrand noch Krebszellen finden lassen oder nicht. Anders als bei der herkömmlichen Operation wird also nicht von vornherein ein großer tumorfreier Rand festgelegt, mit dem der Tumor herausgeschnitten werden soll. Für die vorliegende Studie wurden die Daten von über 2.000 Patienten ausgewertet. Sie hatten sich wegen eines Merkelzellkarzinoms einer Operation unterziehen müssen.

Es stellte sich heraus, dass die Fünf- und Zehn-Jahres-Überlebenszeiten nach Eingriffen mit der Mohs Operation nicht schlechter waren als nach der herkömmlichen Operation – im Gegenteil waren sie sogar besser. Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Mohs Operation in spezialisierten Zentren, in denen häufig Patienten mit einem Merkelzellkarzinom behandelt wurden, öfter angewandt wurde.

Damit konnte bei Patienten mit lokal begrenztem Merkelzellkarzinom und fehlendem Lymphknotenbefall die gute Wirksamkeit und Sicherheit der Mohs Operation nachgewiesen werden, so die Studienautoren.

 

Quelle:

Cheraghlou S et al. Overall Survival After Mohs Surgery for Early-Stage Merkel Cell Carcinoma. JAMA Dermatology Onlinevorabveröffentlichung am 23. August 2023, doi:10.1001/jamadermatol.2023.2822

 

(kvk)

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