Operation bei Leberzellkrebs

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Die sogenannte anatomische Resektion mit Vorteilen

Ist die Leber von einem bösartigen Tumor betroffen, der von den Leberzellen selbst ausgeht, bietet sich in vielen Fällen eine Operation an. Dabei kann eine sogenannte anatomische Resektion, die sich an den natürlichen Grenzen desjenigen Lebersegments orientiert, das von dem Tumor betroffen ist, gegenüber einer nicht-anatomischen Resektion Vorteile bringen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Hepatology.

An der Studie hatten 209 Patienten mit Leberzellkrebs teilgenommen, deren Tumor höchstens fünf Zentimeter groß war. Sie erhielten entweder eine anatomische Resektion oder eine nicht-anatomische limitierte Resektion. Die anatomische Resektion erwies sich als vorteilhaft: Die Patienten erlebten seltener einen lokalen Rückfall, hatten ein signifikant besseres krankheitsfreies Überleben und ein besseres krankheitsbezogenes Überleben. Das Gesamtüberleben war gegenüber Patienten, bei denen nicht-anatomisch operiert worden war, nicht signifikant besser. Dies hatte jedoch nichts mit dem Operationstyp zu tun, sondern wurde vom Alter der Patienten beeinflusst.

Nach Ansicht der Studienautoren könne die Untersuchung zeigen, dass eine anatomische Resektion bei Leberzellkrebs das Risiko für lokale Rückfälle und das krebsbedingte Sterberisiko senken kann.

 

Quelle:

Shindho, J. et al.: Complete removal of the tumor-bearing portal territory decreases local tumor recurrence and improves disease-specific survival of patients with hepatocellular carcinoma. Journal of Hepatology, Onlinevorabveröffentlichung am 23. Oktober 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.jhep.2015.10.015

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18