Operation bei Augenlidtumoren

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Wenn der Tumor im gesunden Gewebe entfernt werden kann, ist die Rückfallgefahr bei Plattenepithel- und Basalzellkarzinomen der Augenlider gering.

Wenn bösartige Hauttumoren am Augenlid mithilfe der sogenannten Mohs-Chirurgie entfernt werden, besteht anschließend nur ein geringes Risiko für einen Rückfall. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift British Journal of Dermatology hervor.

In der Studie wurde untersucht, mit welcher Erfolgsquote Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome an den Augenlidern mithilfe der Mohs-Chirurgie entfernt werden können. Diese Tumoren gehören zum nicht-melanozytären Hautkrebs (auch heller oder weißer Hautkrebs genannt). Bei der Mohs-Chirurgie untersucht ein Pathologe noch während der Operation das entnommene Gewebe, um sicherzustellen, dass der Tumor vollständig im Gesunden entfernt wurde und an den Schnitträndern keine Krebszellen zu finden sind. Im anderen Falle wird direkt noch einmal nachgeschnitten.

Bei 729 Hauttumoren am Augenlid wurde die Mohs-Chirurgie angewandt, von denen rund 94 Prozent Basalzellkarzinome und rund sechs Prozent Plattenepithelkarzinome waren. Die meisten der Tumoren befanden sich am Augenwinkel oder am unteren Augenlid. Fast alle Tumoren konnten durch die Mohs-Chirurgie komplett entfernt werden. Nachdem die Hälfte der Patienten vier Jahre oder länger begleitet worden war, war es in drei Prozent zu Rückfällen gekommen.

Damit, so die Studienautoren, habe sich gezeigt, dass die Mohs-Chirurgie eine gut wirksame Behandlungsoption für Augenlidtumoren sei. 

 

Quelle:

Weesie F et al. Recurrence of periocular basal cell carcinoma and squamous cell carcinoma after Mohs micrographic surgery: a retrospective cohort study. British Journal of Dermatology 2019, DOI 10.1111/bjd.171516

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 24.08.2019 14:03