Objektiv messbar: Mehr Bewegung senkt das Brustkrebsrisiko

Nachricht vom 13.04.2023

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Frauen, die sich mehr bewegen, haben ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. In einer Studie wurde die körperliche Bewegung mit Beschleunigungsmessern kontrolliert.

Seit längerem ist bekannt, dass körperliche Bewegung das Risiko für Brustkrebs senkt. Nun bestätigte sich dies in einer Studie, in der die körperliche Aktivität nicht erfragt, sondern direkt mit Beschleunigungsmessern ermittelt wurde. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift Cancer.

In der Studie wurde der Zusammenhang zwischen der mit dem Beschleunigungsmesser ermittelten Anzahl der Vektoren pro 15 Sekunden (VM/15s) und den durchschnittlichen täglichen Minuten leichter körperlicher Aktivität, mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität und gesamter körperlicher Aktivität auf der einen und dem Brustkrebsrisiko bei Frauen auf der anderen Seite untersucht. Die Daten stammten aus der Women's Health Accelerometry Collaboration (WHAC) mit insgesamt 21.089 Frauen nach der Menopause. Diese hatten mindestens vier Tage lang einen Beschleunigungsmesser an der Hüfte getragen. Anschließend wurden sie durchschnittlich siebeneinhalb Jahre lang begleitet, um festzustellen, wieviele von ihnen an Brustkrebs erkrankten. 

Die Frauen, bei denen mit den Beschleunigungsmessern die stärksten körperlichen Aktivitäten ermittelt worden waren, hatten das geringste Risiko für invasiven Brustkrebs. Auch wenn zusätzliche Faktoren wie der Body Mass Index (BMI) oder körperliche Funktionen berücksichtigt wurden, blieb dieser Effekt bestehen. Bei jüngeren Frauen war der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Brustkrebsrisiko zumindest teilweise stärker als bei älteren, ebenso bei besonders stark übergewichtigen Frauen mit einem BMI ab 30 kg/m2.

Größere mit Beschleunigungsmessern ermittelte körperliche Aktivitäten waren in dieser Studie mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Der BMI als Ausdruck für Normal-, Unter- oder Übergewicht hatte darauf keinen Einfluss.

 

Quelle:

Hyde ET et al. Accelerometer-measured physical activity and postmenopausal breast cancer incidence in the Women's Health Accelerometry Collaboration. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 22. Februar 2023, https://doi.org/10.1002/cncr.34699

 

(KvK)

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