Noch ein Gläschen gefällig? Besser nicht zu oft.

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In einer großen zusammenfassenden Analyse quantifizieren Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholgenuss und einem erhöhten Magenkrebsrisiko genauer.

Langjähriger häufiger Genuss großer Alkoholmengen zieht auch im Magen Komplikationen nach sich: Das Risiko für Magenkrebs steigt. Mit dem schon länger bekannten Thema beschäftigte sich eine Studie in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer.

In der Studie wurden die Daten aus insgesamt 20 Studien aus Europa, Asien und Nordamerika mit über 9.600 Magenkrebspatienten und mehr als 25.000 nicht an Magenkrebs erkrankten Personen einbezogen und zusammenfassend ausgewertet. Verglichen mit Abstinenzlern hatten Personen, die bis zu vier alkoholische Getränke pro Tag zu sich nahmen, noch kein erhöhtes Magenkrebsrisiko. Der regelmäßige Genuss von mehr als vier Drinks pro Tag hingegen erhöhte das Erkrankungsrisiko – bei mehr als sechs entsprechenden Getränken täglich beispielsweise um knapp die Hälfte des Risikos von Abstinenzlern. Als „ein Drink“ galten dabei zwölf Gramm reiner Alkohol, was etwa 100 ml Wein, 250 ml Bier oder 30 ml Schnaps entspricht.

Am stärksten war der Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholgenuss und erhöhtem Krebsrisiko für die Region um die Öffnung zwischen Speiseröhre und Magen, die sogenannte Kardia. Ob eine Infektion mit Helicobacter pylori vorlag oder nicht, hatten dagegen keinen Einfluss. 

 

Quelle:

Rota, M. et al.: Alcohol consumption and gastric cancer risk – A pooled analysis within the StoP Project Consortium. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 18. Juli 2017, DOI: 10.1002/ijc.30891

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 15.12.2017 13:24