Nierenkrebs früher erkannt

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Eine Datenanalyse aus England zeigt, dass die Zahl fortgeschrittener Tumoren zurückgeht, hingegen die Häufigkeit von Tumoren im Frühstadium zunimmt.

Die Häufigkeit von Nierenkrebserkrankungen nimmt weltweit zu. Unklar ist, inwieweit die einzelnen Tumorstadien davon betroffen sind. In einer Studie aus Großbritannien untersuchten Wissenschaftler diesen Sachverhalt und berichteten darüber in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher analysierten Daten aus der bevölkerungsbasierten East Anglia-Datenbank, in der in den Jahren 1999 bis 2016 unter anderem die Daten von 5.456 Patienten mit Nierenkrebs erfasst worden waren. Zwischen 1999 und 2016 nahm die Häufigkeit der Nierenkrebsfälle von 9,8 auf 16,4 Fälle pro 100.000 Einwohner zu. Die Erkrankungen mit Tumoren im Stadium I, II oder III kamen über den Zeitraum häufiger vor. Am stärksten war der Anstieg bei Tumoren im Stadium I, also Tumoren im Frühstadium.

Die Häufigkeit von Tumoren im Spätstadium IV ging dagegen in den meisten Jahren zurück. Offenbar werden bösartige Nierentumoren seit geraumer Zeit früher erkannt, so die Interpretation der Studienautoren.

 

Quelle:

Herbert A et al. Stage–specific incidence trends of renal cancers in the East of England, 1999–2016. Cancer Epidemiology 2021, 71, Part A:101883. https://doi.org/10.1016/j.canep.2020.101883

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 21.06.2021 13:22