Nicht-Rhabdomyosarkom-Weichteilsarkom bei Kindern und Jugendlichen: Lymphknotenbefall eher selten

Nachricht vom 16.01.2023

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Bei vereinzelten Lymphknotenmetastasen bestehen gute Heilungsaussichten.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die an einem Nicht-Rhabdomyosarkom-Weichteilsarkom erkranken, entwickeln nur selten Lymphknotenmetastasen. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer veröffentlicht wurde.

Gesammelt wurden die Daten von Patienten unter 30 Jahren, die an einem Nicht-Rhabdomyosarkom-Weichteilsarkom erkrankt waren, darunter epitheloiden oder klarzelligen Sarkomen. Am häufigsten wurden bei epitheloiden Sarkomen Lymphknotenmetastasen festgestellt. Während insgesamt nur vier Prozent der jungen Patienten mit Nicht-Rhabdomyosarkom-Weichteilsarkom Lymphknotenmetastasen aufwiesen, war es bei den epitheloiden Sarkomen fast ein Fünftel. 

Die Überlebensaussichten waren jedoch auch bei den Patienten mit Lymphknotenbefall gut. So lag das Fünf-Jahres-Gesamtüberleben nach rund siebenjähriger Beobachtungszeit bei den Patienten mit einzelnen Lymphknotenmetastasen bei 86%. Bei diesen Patienten konnten also wirksame Therapien zur Heilung eingesetzt werden. Vor allem die komplette Entfernung der sichtbar befallenen Lymphknoten und ihre Bestrahlung führten zu besseren Überlebensaussichten.

Nur selten wurde ein Befall von Lymphknoten bei Patienten festgestellt, die keine sichtbaren klinischen Anzeichen dafür aufwiesen, so die Einschätzung der Studienautoren. Die Behandlung von jungen Patienten mit einem Nicht-Rhabdomyosarkom-Weichteilsarkom, bei denen nur einzelne Lymphknotenmetastasen vorliegen, solle intensiv, mit der Absicht, Heilung herbeizuführen, erfolgen.

 

Quelle:

Alvarez E et al. Lymph node metastases in paediatric and young adult patients with non-rhabdomyosarcoma soft tissue sarcoma (NRSTS): Findings from Children's Oncology Group (COG) study ARST0332. European Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 23. Dezember 2022, DOI:https://doi.org/10.1016/j.ejca.2022.11.014

 

(KvK)

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