Neuer Wirkstoff gegen Aderhautmelanom wird kommen

Nachricht vom 21.03.2022

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Eine Immuntherapie mit einem PD-1-Antikörper kann im Vergleich zur erneuten Chemotherapie die Überlebensaussichten verbessern.

Für Patienten mit Aderhautmelanom erweitern sich die Behandlungsoptionen: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat empfohlen, in Europa ein neuartiges Immuntherapeutikum in Verkehr zu bringen. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um ein bispezifisches Eiweiß, das ein von gp100 abgeleitetes Peptid auf HLA-A*02:01 erkennt und sich daran bindet. Deshalb ist es ausschließlich für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit Genotyp HLAA* 02:01 empfohlen.

Die Empfehlung der CHMP basiert auf den Ergebnissen einer Phase III-Studie, in der Patienten mit einem metastasierten Aderhautmelanom des Genotyps HLAA* 02:01 das neue Immuntherapeutikum oder einen bereits bewährten PD-1-Blocker, einen CTL-A4-Blocker oder ein Chemotherapeutikum aus der Gruppe der Alkylantien erhielten. Es stellten sich unter der Therapie mit dem neuen Wirkstoff gegenüber den anderen Behandlungen signifikante Vorteile im Gesamtüberleben und Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, heraus. 

Nur wenige Patienten brachen die Behandlung mit dem neuen Immuntherapeutikum wegen zu starker Nebenwirkungen ab. Die häufigsten Nebenwirkungen waren immunvermittelt und betrafen die Haut. 

 

Quelle:

EMA. New medicine for rare type of eye cancer. 25 February 2022

 

(KvK)

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