Neuer Wirkstoff bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom

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Ein neuer Tyrosinkinasehemmer wirkt offenbar besser als die bisherigen.

Bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, einer Erkrankung, die oft aggressiv verläuft, gibt es inzwischen zielgerichtete Therapien mit sogenannten Tyrosinkinasehemmern, die die Überlebenszeiten der Patienten deutlich verlängern können. Nun berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine von einem neuen Tyrosinkinasehemmer, der sich bei bestimmten Patienten gegenüber den bisherigen Tyrosinkinasehemmern als überlegen herausstellte.

An der Studie nahmen 556 Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs teil, bei denen eine bestimmte genetische Veränderung im Tumorgewebe (EGFR-Mutation) vorlag. Sie erhielten entweder einen der bislang üblichen Tyrosinkinasehemmer oder den neuen. In einer ersten Analyse hatte sich gezeigt, dass durch die neue Therapie das Überleben, bis die Krankheit weiter voranschreitet, verbessert werden kann. Nun bestätigte sich dies auch für das Gesamtüberleben: Die Patienten, die mit dem Tyrosinkinasehemmer der dritten Generation behandelt wurden, hatten ein signifikant besseres Gesamtüberleben als die übrigen.

Nach drei Jahren führten noch immer 28 Prozent der Patienten die Behandlung fort – ein Anzeichen dafür, dass ihre Krankheit weiterhin auf die Therapie mit dem Tyrosinkinasehemmer ansprach. Hinsichtlich ihrer Verträglichkeit unterschieden sich die verschiedenen Tyrosinkinasehemmer nicht.

 

Quelle:

Ramalingam SS et al. Overall Survival with Osimertinib in Untreated, EGFR-Mutated Advanced NSCLC. N Engl J Med 2020; 382:41-50

 

(KvK) 

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Aktualisiert am: 28.01.2020 12:58