Neuer Wirkstoff bei fortgeschrittenem Liposarkom

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Wenn andere Chemotherapien nicht mehr wirken, kann eine Chemotherapie mit Eribulin bei Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom die Lebenszeit verlängern.

Im fortgeschrittenen Stadium sind die Behandlungsmöglichkeiten beim Liposarkom, einem bösartigen Tumor des Fettgewebes, begrenzt – vor allem, wenn erste Chemotherapien nicht oder nicht mehr ausreichend wirken. Nun steht für diesen Fall ein neuer Wirkstoff zur Verfügung, der effizienter ist als eine der bislang standardmäßig angewendeten nächsten Chemotherapien. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Lancet hervor.

Weichteilsarkome, zu denen das Liposarkom gehört, gehen von den „weichen“ Körpergeweben aus. Mehr als 50 feingeweblich (histologisch) verschiedene Arten von Weichteilsarkomen sind bekannt. Das Liposarkom, das sich vermutlich aus Vorläuferzellen des Fettgewebes entwickelt, gehört zu den häufigsten. An der aktuellen Studie nahmen 143 Patienten ab 18 Jahren teil, die an einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten, also bereits in mehrere Organe ausgebreiteten Liposarkom litten, das nicht mehr operiert oder bestrahlt werden konnte. Nach mindestens zwei Chemotherapien mit unter anderem Anthrazyklinen schritt ihre Tumorerkrankung noch immer voran. Nun wurden die Patienten nach dem Zufallsprinzip mit entweder dem Standardchemotherapeutikum Dacarbazin oder mit dem neu zu testenden Chemotherapeutikum Eribulin behandelt.

In der Dacarbazingruppe war die Hälfte der Patienten nach rund achteinhalb Monaten verstorben, in der Eribulingruppe war dies erst nach 15,6 Monaten der Fall. Der Gewinn an Lebenszeit durch die Therapie mit Eribulin war signifikant. Er galt für alle feingeweblichen Subgruppen von Patienten, also für Patienten mit einem undifferenzierten Liposarkom ebenso wie für Patienten mit sogenanntem myxoid/rundzelligem oder pleomorphem Liposarkom, auch wenn manche Patientengruppen mehr profitierten als andere. Zudem verlängerte sich infolge der Eribulinbehandlung die krankheitsfreie Zeit.

Damit, so die Studienautoren, stehe für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom nach Versagen mehrerer Chemotherapien ein neuer Wirkstoff zur Verfügung, der Überlebensvorteile bringen könne.

 

Quelle:

Demetri GD et al. Activity of Eribulin in Patients With Advanced Liposarcoma Demonstrated in a Subgroup Analysis From a Randomized Phase III Study of Eribulin Versus Dacarbazine. J Clin Oncol. 2017;35(30):3433-39

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 13.12.2017 17:19


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Im fortgeschrittenen Stadium sind die Behandlungsmöglichkeiten beim Liposarkom, einem bösartigen Tumor des Fettgewebes, begrenzt – vor allem, wenn erste Chemotherapien nicht oder nicht mehr ausreichend wirken. Nun steht für diesen Fall ein neuer Wirkstoff zur Verfügung, der effizienter ist als eine der bislang standardmäßig angewendeten nächsten Chemotherapien. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Lancet hervor. Weichteilsarkome, zu denen das Liposarkom gehört, gehen von den „weichen“ Körpergeweben aus. Mehr als 50 feingeweblich (histologisch) verschiedene Arten von Weichteilsarkomen sind bekannt. Das Liposarkom, das sich vermutlich aus Vorläuferzellen des Fettgewebes entwickelt, gehört zu den häufigsten. An der aktuellen Studie nahmen 143 Patienten ab 18 Jahren teil, die an einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten, also bereits in mehrere Organe ausgebreiteten Liposarkom litten, das nicht mehr operiert oder bestrahlt werden konnte. Nach mindestens zwei Chemotherapien mit unter anderem Anthrazyklinen schritt ihre Tumorerkrankung noch immer voran. Nun wurden die Patienten nach dem Zufallsprinzip mit entweder dem Standardchemotherapeutikum Dacarbazin oder mit dem neu zu testenden Chemotherapeutikum Eribulin behandelt. In der Dacarbazingruppe war die Hälfte der Patienten nach rund achteinhalb Monaten verstorben, in der Eribulingruppe war dies erst nach 15,6 Monaten der Fall. Der Gewinn an Lebenszeit durch die Therapie mit Eribulin war signifikant. Er galt für alle feingeweblichen Subgruppen von Patienten, also für Patienten mit einem undifferenzierten Liposarkom ebenso wie für Patienten mit sogenanntem myxoid/rundzelligem oder pleomorphem Liposarkom, auch wenn manche Patientengruppen mehr profitierten als andere. Zudem verlängerte sich infolge der Eribulinbehandlung die krankheitsfreie Zeit. Damit, so die Studienautoren, stehe für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom nach Versagen mehrerer Chemotherapien ein neuer Wirkstoff zur Verfügung, der Überlebensvorteile bringen könne. Quelle: Demetri GD et al. Activity of Eribulin in Patients With Advanced Liposarcoma Demonstrated in a Subgroup Analysis From a Randomized Phase III Study of Eribulin Versus Dacarbazine. J Clin Oncol. 2017;35(30):3433-39 (KvK) Zur Nachrichtenübersichtsseite Weitere Nachrichten zum Thema Liposarkom Fortgeschrittenes Liposarkom oder Leiomyosarkom Nach Versagen mehrerer Chemotherapien kann die Krankheit offenbar besser mit Trabectedin kontrolliert werden als mit Dacarbazin (Nachricht für Fachpublikum) Weiterlesen Fortgeschrittenes Liposarkom oder Leiomyosarkom Themen: Neuer Wirkstoff bei fortgeschrittenem Liposarkom Wenn andere Chemotherapien nicht mehr wirken, kann eine Chemotherapie mit Eribulin bei Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom die Lebenszeit verlängern. 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