Neuer Wirkstoff bei fortgeschrittenem Leberkrebs

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Ein neuer Multikinasehemmer kann in der Ersttherapie Überlebensvorteile bringen.

Mit einem neuen Multikinasehemmer können die Überlebensaussichten von Patienten mit nicht operablem oder metastasiertem Leberkrebs im Vergleich zur bisherigen Ersttherapie verbessert werden. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology hervor.

An der Phase II-III-Studie nahmen Patienten aus China teil, die an nicht operablem oder metastasiertem Leberkrebs litten und bis dato noch keine Therapie erhalten hatten. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Therapiegruppen zugeordnet und erhielten entweder den bisherigen Multityrosinkinasehemmer oder den neuen Multikinasehemmer. Die Therapie wurde so lange durchgeführt, bis die Krankheit weiter voranschritt oder zu starke Nebenwirkungen auftraten.

Die neue Therapie wirkte offenbar besser, sie verlängerte im Vergleich das Gesamtüberleben der Patienten signifikant. Dabei war die Rate des objektiven Ansprechens ebenso wenig besser wie die Krankheitskontrollrate oder das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt. In diesen Punkten schnitten beide Therapien vergleichbar gut ab. Allerdings war die Rate an schweren Nebenwirkungen unter der neuen Therapie signifikant niedriger.

Damit, so die Studienautoren, habe sich gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs in der Ersttherapie von dem neuen Multikinasehemmer profitieren können.

 

Quelle:

Qin S et al. Donafenib Versus Sorafenib in First-Line Treatment of Unresectable or Metastatic Hepatocellular Carcinoma: A Randomized, Open-Label, Parallel-Controlled Phase II-III Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 29. Juni 2021, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.21.00163

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30