Neuer Tyrosinkinasehemmer bei fortgeschrittenem neuroendokrinem Tumor

Nachricht vom 08.12.2022

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Die gesundheitsbezogene Lebensqualität kann erhalten werden.

Bei fortgeschrittenem gut-differenziertem neuroendokrinem Tumor (NET) innerhalb oder außerhalb der Bauchspeicheldrüse kann eine Therapie mit einem neuen Tyrosinkinasehemmer die gesundheitsbezogene Lebensqualität erhalten. Das geht aus einem Bericht zu einer Phase III-Studie in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer hervor.

An der Studie nahmen 370 Patienten mit fortgeschrittenem NET teil. Sie erhielten entweder den neuen Tyrosinkinasehemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo). Der Tyrosinkinasehemmer beeinflusst zum einen Immunzellen und behindert zum anderen die Blutversorgung des Tumorgewebes, indem er die Neubildung von Blutgefäßen im Tumor verhindert.

Mittels standardisierter Fragebögen wurde ermittelt, welchen Einfluss die Therapie auf die Lebensqualität hatte. Zwischen den Behandlungsgruppen zeigten sich diesbezüglich kaum Unterschiede. Es dauerte in der Tyrosinkinasehemmergruppe länger als in der Placebogruppe, bis Verschlechterungen in Hinblick auf Kurzatmigkeit auftraten, dafür traten in der Tyrosinkinasehemmergruppe rascher Verschlechterungen durch Durchfall auf.

Nach Ansicht der Studienautoren sei der neue Tyrosinkinasehemmer eine vielversprechende Option für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem NET in- und außerhalb der Bauchspeicheldrüse. 

 

Quelle:

Li J et al. Health-related quality of life in patients with advanced well-differentiated pancreatic and extrapancreatic neuroendocrine tumors treated with surufatinib versus placebo: Results from two randomized, double-blind, phase III trials (SANET-p and SANET-ep). European Journal of Cancer 2022, 169:1-9

 

(KvK)

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