Neue Therapieoption nach Rückkehr von Eierstockkrebs

Nachricht vom 18.04.2022

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Eine neue PARP-Hemmertherapie kann als Erhaltungstherapie nach Chemotherapie wirken.

Wenn Eierstockkrebs (mehrfach) wiederkehrt, obwohl er gut auf platinhaltige Chemotherapie anspricht, kann es sich lohnen, eine Erhaltungstherapie mit einem neuen PARP-Hemmer zu versuchen. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology hervor.

An der Studie nahmen 252 Patientinnen teil, bei denen Eierstockkrebs nach vorangegangenen Therapien wiederkehrte. Zuletzt hatten sie gut auf eine Zweit- oder Dritttherapie mit platinbasierter Chemotherapie angesprochen und erhielten nun entweder eine Erhaltungstherapie mit dem neuen PARP-Hemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo).

Die Erhaltungstherapie zahlte sich aus: das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verlängerte sich signifikant. Dabei spielte es keine Rolle, ob den Patientinnen eine Veränderung (Mutation) in einem der BRCA 1 oder 2-Gene vorlag oder nicht. Die Therapie mit dem PARP-Hemmer wurde von den meisten Patientinnen gut vertragen, nur in einem Fall musste sie wegen zu starker Nebenwirkungen abgebrochen werden.

Damit, so die Studienautoren, habe sich der neue PARP-Hemmer als Erhaltungstherapie nach dem Ansprechen auf eine platinbasierte Chemotherapie bei Patientinnen mit wiedergekehrtem Eierstockkrebs bewährt.

 

Quelle:

Li N et al. Fuzuloparib Maintenance Therapy in Patients With Platinum-Sensitive, Recurrent Ovarian Carcinoma (FZOCUS-2): A Multicenter, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Phase III Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. April 2022, DOI: 10.1200/JCO.21.01511

 

(KvK)

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