Neue Therapieoption bei Polyzythämia vera

Nachricht vom 9.4.2022

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Wenn die übliche Therapie nicht anschlägt.

Eine seltene Form von Blutkrebs ist die sogenannte Polyzythämia vera, bei der sich die roten und weißen Blutkörperchen und auch die Blutplättchen krankhaft vermehren. Heilung gibt es bei dieser Erkrankung nicht, die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern, Folgekrankheiten zu vermeiden und den Übergang in eine Leukämie zu verhindern. Die Therapie mit Hydroxyharnstoff ist eine solche Behandlungsmöglichkeit. Wenn sie jedoch nicht anschlägt oder die Patienten sie nicht gut vertragen, kann eine Therapie mit einem JAK1/2-Hemmer versucht werden. Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer.

In der Studie wurden 377 Patienten mit Polyzythämia vera, die auf Hydroxyharnstoff nicht ansprachen oder die Therapie nicht vertrugen, mit entweder dem JAK1/2-Hemmer oder mit sogenannter bester verfügbarer Therapie behandelt. Bei letzterer handelte es sich um Verfahren, die für diesen Fall bereits etabliert sind.

Unter der Therapie mit dem JAK1/2-Hemmer kam es seltener zur Entwicklung arterieller Thrombosen, bei denen durch Blutverklumpung verstopfende Blutpfropfen in den Arterien entstehen, sodass der Blutfluss behindert ist. Auf die Überlebenszeiten der Patienten wirkte sich die Behandlung nicht aus, auch nicht auf die Bildung von Thrombosen in den Venen oder auf die Häufigkeit schwerer Blutungen.

 

Quelle:

Alvarez-Larrán A et al. Real-world analysis of main clinical outcomes in patients with polycythemia vera treated with ruxolitinib or best available therapy after developing resistance/intolerance to hydroxyurea. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 13. April 2022, DOI: 10.1002/cncr.34195

 

(KvK)

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