Neue Therapien gesucht

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Keine Zunahme der Häufigkeit von Speicheldrüsenkrebs in den Niederlanden, aber auch keine Verbesserungen bei der Prognose

Fehlen Veränderungen kann das gut und schlecht zugleich sein: Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology nach eingehenden Datenanalysen berichteten, gab es hinsichtlich der Häufigkeit von Speicheldrüsenkrebs in den Niederlanden seit 1989 keine Änderungen – aber auch die Sterblichkeit an der Erkrankung blieb trotz neuer Therapieansätze gleich.

Die Forscher bezogen ihre Daten aus dem niederländischen Krebsregister, sie erfassten rund 2.700 Patienten, bei denen zwischen 1989 bis 2010 Speicheldrüsenkrebs festgestellt worden war. Etwas mehr als die Hälfte der Patienten waren Männer. 

Im Jahr 2010 traten 0,9 Krankheitsfälle pro 100.000 Einwohner neu auf. Jährlich hatte die Häufigkeit seit 1989 um 0,6 Prozent zugenommen – und war somit praktisch gleich geblieben. Bei Männern sank die Sterberate bis 1997, anschließend blieb sie stabil. Bei Frauen hatte sich die Sterberate seit 1989 nicht geändert. Insgesamt wurden die Tumoren bei Frauen in früheren Stadien entdeckt als bei Männern. 

Zunehmend mehr Patienten mit Speicheldrüsenkrebs wurden mit Operation und Strahlentherapie behandelt. Dennoch stagnierte die Fünf-Jahresüberlebensrate bei rund 69 Prozent. Dies, so die Studienautoren, mache deutlich, dass ein dringender Bedarf an neuen, effizienteren Therapie bestehe. 

 

Quelle:

de Ridder, M. et al.: An epidemiological evaluation of salivary gland cancer in the Netherlands (1989–2010). Cancer Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 15. November 2014, doi.org/10.1016/j.canep.2014.10.007

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.06.2017 11:26