Neue Therapien bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

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Auch unter klinischen Alltagsbedingungen sind die neuen Immuntherapien und zielgerichteten Therapien bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs ein Fortschritt.

Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs haben heute dank neuer zielgerichteter Therapien und Immuntherapien deutlich bessere Überlebensaussichten als noch vor einigen Jahren. Doch betrifft das nur Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, oder auch solche, die außerhalb klinischer Studien quasi unter „Alltagsbedingungen“ damit behandelt werden? Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer Studie nach und publizierten ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Cancer Research and Clinical Oncology.

Die Forscher werteten die Daten von 7.746 erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs aus, die in den Jahren 2015 bis 2018 eine Erstbehandlung mit Chemotherapie, zielgerichteten Therapien oder Immuntherapien erhalten hatten. Diese Behandlung war nicht im Rahmen klinischer Studien erfolgt.

Drei Viertel der Patienten hatten eine Chemotherapie erhalten, rund zwölf Prozent eine Immuntherapie mit einem entsprechenden Wirkstoff, knapp neun Prozent zielgerichtete Therapien und rund vier Prozent eine kombinierte Immuntherapie. Die besten Ergebnisse bezüglich des Gesamtüberlebens wurden mit der Immuntherapie mit nur einem Wirkstoff und bei zielgerichteten Therapien erzielt. Aber auch die Kombinationsimmuntherapien erwiesen sich als gut wirksam.

Insgesamt, so das Fazit der Studienautoren, konnten die Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs offenbar auch unter Alltagsbedingungen von den neuen Therapien profitieren.

 

Quelle:

Nadler E et al. Treatment patterns and clinical outcomes in patients with advanced non‑small cell lung cancer initiating first‑line treatment in the US community oncology setting: a real‑world retrospective observational study. Journal of Cancer Research and Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Dezember 2020, doi: 10.1007/s00432-020-03414-4

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 14.04.2021 22:25