Neue Standardtherapie bei nicht-operablem fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs

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In bestimmten Fällen sollten Patienten mit nicht-operablem fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs künftig schon in der Erstbehandlung eine Kombination aus Chemo- und Immuntherapie erhalten.

Patienten mit nicht-operablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Speiseröhrenkrebs sollen künftig schon in der Erstbehandlung zusätzlich zur Chemotherapie eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD-1-Blocker erhalten. Die neue Empfehlung ergibt sich aus den Ergebnissen dreier Studien, darunter die Phase III-Studie KEYNOTE-590, die auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (European Society for Medical Oncology, ESMO) vorgestellt worden war.

In dieser Studie erhielten Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom oder Adenokarzinom der Speiseröhre oder des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen in der Erstbehandlung neben der Chemotherapie einen PD-1-Blocker. Im Vergleich zur Kombination der Chemotherapie mit einem Scheinmedikament (Placebo) verbesserten sich dadurch das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, und das Gesamtüberleben. 

Am meisten profitierten Patienten, bei denen die Krebszellen viel PD-L1 bildeten. Für sie sollte die Kombination von Chemotherapie und Immuncheckpoint-PD-1-Blockade künftig der Standard in der Erstbehandlung werden.

 

Quelle:

Pressemitteilung ESMO vom 21. September 2020 (https://www.esmo.org/newsroom/press-office/esmo2020-gastric-oesophageal-cancer-immunotherapy-checkmate649-attraction4-keynote590)

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 23.10.2020 21:49