Neue Option bei weit fortgeschrittenem Brustkrebs

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Wenn andere Chemotherapie bereits versagt haben, kann ein neuer Wirkstoff in Kombination mit Chemotherapie die Aussichten offenbar verbessern.

Sprechen Frauen mit Brustkrebs, der sich bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet hat, nicht mehr auf eine Chemotherapie mit Anthrazyklinen und Taxanen an, gibt es nur noch wenige Behandlungsoptionen. Wissenschaftler berichteten jetzt in der Fachzeitschrift Annals of Oncology von einer neuen Möglichkeit mit einem sogenannten Makrolid. Wenn dieses mit dem Chemotherapeutikum Capecitabin kombiniert wird, verbessern sich die Überlebensaussichten im Vergleich zur bisherigen Therapie signifikant.

An der Studie nahmen 405 Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs teil. Alle hatten bereits zahlreiche Behandlungen hinter sich, ihr Tumor sprach auf die übliche Therapie mit Anthrazyklinen und Taxanen nicht mehr an. Nun erhielten sie das neue Makrolid plus Capecitabin oder Capecitabin allein. Bei Makroliden handelt es sich um Mikrotubuli-blockierende Wirkstoffe, die Vermehrung der Krebszellen wird gestoppt.

Unter der Kombinationsbehandlung konnte das Gesamtüberleben signifikant um mehrere Monate verlängert werden. Auch das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verlängerte sich signifikant. 

Damit, so die Studienautoren, habe sich der neue Wirkstoff in Kombination mit Chemotherapie als eine weitere Behandlungsoption bei stark vorbehandelten Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs herausgestellt, der die Aussichten noch einmal verbessern kann. 

 

Quelle:

Xu B et al. Efficacy of utidelone plus capecitabine versus capecitabine for heavily pretreated, anthracycline- and taxane-refractory metastatic breast cancer: final analysis of overall survival in a phase 3 randomised controlled trial. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. November 2020, DOI:https://doi.org/10.1016/j.annonc.2020.10.600

 

(KvK)

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