Nasenrachenkrebs: Intensitätsmoduliert bestrahlen kann sich lohnen

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Die Patienten bleiben länger krankheitsfrei

Bei Nasenrachenkrebs, dem Nasopharyngealkarzinom, lohnt es sich in Hinblick auf die Lebensqualität, eine moderne Bestrahlungstechnik, die sogenannte intensitätsmodulierte Strahlentherapie, anzuwenden. Das Verfahren, bei dem die Strahlen mit hoher Intensität gezielt auf das Krebsgewebe gerichtet werden können, sodass das erkrankte Organ an seinen gesunden Stellen und Nachbarorgane so weit wie möglich geschont werden, führt zu längeren krankheitsfreien Zeiten. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift European Journal of Cancer hervor.

Die Forscher analysierten rückblickend die Daten von mehr als 7.000 Patienten mit nicht-metastasiertem Nasenrachenkrebs, von denen knapp ein Drittel eine intensitätsmodulierte Strahlentherapie und die übrigen eine herkömmliche Bestrahlung mit heilender Absicht erhalten hatten. Nach fünf Jahren waren signifikant mehr Patienten in der intensitätsmodulierten Strahlentherapiegruppe ohne Rückfall geblieben. Auch die krankheitsfreie Zeit war in dieser Gruppe signifikant länger als bei herkömmlicher Strahlentherapie. Keine Auswirkungen hatte die Art der Bestrahlung auf das Überleben ohne Rückfall in den Lymphknoten, auf das Überleben ohne Metastasen in anderen Organen und auf das Gesamtüberleben.

Sowohl in frühen Krankheitsstadien als auch bei fortgeschritteneren Fällen von Nasenrachenkrebs können die Patienten, solange wie sich noch keine Metastasen in anderen Organen gebildet haben, von einer intensitätsmodulierten Strahlentherapie im Vergleich zur herkömmlichen Bestrahlung profitieren, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Zhang, M. X. et al.: Intensity-modulated radiotherapy prolongs the survival of patients with nasopharyngeal carcinoma compared with conventional two-dimensional radiotherapy: A 10-year experience with a large cohort and long follow-up. European Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 26. August 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.ejca.2015.08.006

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 28.07.2017 16:25