Nasenhöhlenkrebs: Operation die Methode der Wahl

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Der Tumor muss bei der Operation möglichst vollständig entfernt werden. Unter Umständen lohnt es sich, nach der Operation noch eine Strahlentherapie durchzuführen. 

Bösartige Tumoren der Nasenhöhle und der Nasennebenhöhlen kommen nur selten vor. Oft sind sie bei ihrer Entdeckung schon weit vorangeschritten. Die Operation ist laut einem Artikel in der Fachzeitschrift best practice onkologie die Behandlungsmethode der Wahl, um die Betroffenen von ihrer Erkrankung zu heilen.

Pro 100.000 Einwohner in Deutschland treten laut dem Robert Koch-Institut 0,4 Fälle von Nasenhöhlenkrebs und 0,3 Fälle von Nasennebenhöhlenkrebs auf. Diese Tumoren machen damit rund drei bis fünf Prozent aller bösartigen Tumoren im Kopf-Halsbereich aus. Plattenepithelkarzinome können dabei ebenso vorkommen wie Adenokarzinome, Karzinome der Drüsen und Melanome der Schleimhaut.

Bemerkbar machen sich die Tumoren ähnlich wie eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut, eine sogenannte Sinusitis: Druckgefühl in den Nasennebenhöhlen, Behinderung der Nasenatmung durch das Gefühl einer verstopften Nase, Einschränkungen beim Riechen oder häufiges spontanes Nasenbluten können vorkommen. Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Tumor in der Nase, erfolgt in der Regel eine Computertomographie (CT) unter Umständen mit Kontrastmittel, später auch eine Magnetresonanztomographie (MRT). 

Bei der Operation wird versucht, den Tumor vollständig zu entfernen. Nur dann besteht eine gute Aussicht auf Heilung. In fortgeschritteneren Stadien wird nach der Operation unterstützend (adjuvant) eine Strahlentherapie empfohlen. Eventuell kann zusätzlich auch eine Chemotherapie durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Chemotherapie in fortgeschrittenen Fällen eine Alternative, wenn Operation und Strahlentherapie nicht möglich sind. Erste vielversprechende Ergebnisse zeigten sich zudem bei fortgeschrittenen Tumoren für die Behandlung mit einer Immuntherapie mit sogenannten Checkpointhemmern.

 

Quelle:

Doescher J et al. Diagnostik und Therapie maligner Nasentumoren. best practice onkologie 2021, 16(10):452-8

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.01.2022 16:42