Nachsorge beim malignen Melanom

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Können Rückfälle nach der Operation von schwarzem Hautkrebs mit einer intensiven Nachsorge rasch und zuverlässig erkannt werden? Dieser Frage gingen Wissenschaftler auf den Grund.

Hinsichtlich der Nachsorgeuntersuchungen nach der Operation maligner Melanome gibt es international derzeit keinen Konsens. Wissenschaftler untersuchten deshalb, mit welchen Methoden Rückfälle bzw. Tochtergeschwülste in anderen Organen, sogenannte Metastasen, am frühesten entdeckt werden können. Sie berichteten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

Die Forscher bezogen in ihre Studie 290 Patienten ein, bei denen schwarzer Hautkrebs im Stadium IIB, IIC oder III diagnostiziert und operiert worden war. Anschließend erhielten die Studienteilnehmer ein intensives Nachsorgeprogramm mit bildgebenden Verfahren (Computertomographie, CT, von Brust, Bauch und Becken sowie Magnetresonanztomographie, MRT, vom Gehirn), regelmäßigen Laboruntersuchungen, körperlicher Untersuchung und Selbstuntersuchungen durch die Patienten.

Die Hälfte der Patienten wurde zweieinhalb Jahre und länger nachbetreut. 115 Rückfälle wurden diagnostiziert, davon fast die Hälfte mittels CT, acht Prozent mittels MRT, 2,5 Prozent durch Laboruntersuchungen, knapp ein Viertel durch die körperliche Untersuchung und 18 Prozent durch die Patienten selbst.

Intensive Nachsorge kann die Überlebenschancen vermutlich verbessern

Nach Ansicht der Studienautoren habe sich dieses intensive Nachsorgeprogramm als effizient erwiesen, um Rückfälle nach Melanomen im Stadium IIB, IIC und III frühzeitig erkennen zu können. Wenn die früh erkannten Rückfälle ohne Verzögerung behandelt würden, könnten sich die Überlebenschancen der Betroffenen vermutlich deutlich verbessern.

 

Quelle:

Podlipnik, S. et al.: Performance of diagnostic tests in an intensive follow-up protocol for patients with American Joint Committee on Cancer (AJCC) stage IIB, IIC, and III localized primary melanoma: A prospective cohort study. Journal of the American Academy of Dermatology 2016, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.jaad.2016.02.1229

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 29.05.2017 16:54