Nach Krebs: Welcher Lebensstil tut gut?

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Wie lassen sich die Prognose und die Lebensqualität bei Langzeitüberlebenden von Krebserkrankungen verbessern?

Immer mehr Krebspatienten können heute viele Jahre mit ihrer Krankheit leben oder werden sogar geheilt. Jedoch hinterlassen der Krebs und die Therapien ihre Spuren: Langzeitfolgen treten auf, regelmäßige Nachsorgetermine sind notwendig, weil ein Rückfallrisiko besteht, auch die psychischen Veränderungen, die das Durchleiden der Krankheit gebracht haben, sind nicht zu unterschätzen. In ihrer besonderen Lebenssituation haben Langzeitüberlebende von Krebserkrankungen einen besonderen Bedarf an guter Beratung zu Themen wie Lebensqualität und Rückfallprophylaxe. Von Expertenseite gibt es laut einem Überblicksartikel in der Fachzeitschrift Der Internist ein paar Empfehlungen, die in diesen Fragen weiterhelfen können:

Eine gesunde Ernährung wird angeraten, um ein normales Körperwicht zu halten und Übergewicht zu vermeiden. Dies kann in Kombination mit viel körperlicher Bewegung die Langzeitprognose nach einer Krebserkrankung verbessern. So verbessert sich beispielsweise bei Patienten mit Darm- oder Brustkrebs das Fünf-Jahresüberleben um bis zu 50 Prozent. Notwendig hierfür sind 30-minütige intensive körperliche Aktivitäten an mindestens fünf Tagen die Woche. 

Spezielle Krebsdiäten werden nicht empfohlen. Stattdessen liegt der Fokus auf einer ballaststoffreichen, fettarmen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, wenig rotem Fleisch und Wurst. Empfohlen wird zudem, mit dem Rauchen aufzuhören. Dies gilt im Besonderen für Patienten mit Lungenkrebs, aber auch bei anderen Krebsarten reduzieren sich dadurch Risiken. Alkohol sollte besser in Maßen genossen werden, ein Drink pro Tag für Frauen und zwei Drinks pro Tag für Männer sollten genügen.

Nur jeder zweite Krebspatient kann nach Abschluss der Therapie seine Berufstätigkeit im vollen Umfang wieder aufnehmen. Dennoch sollten die Patienten in ihren Bemühungen um berufliche Rehabilitation unterstützt werden. Dies kann sie vor finanziellen Einbußen und sozialer Isolation schützen. Eine sozialmedizinische Beratung kann insbesondere bei jüngeren Patienten, die Schwierigkeiten mit der Wiedereingliederung ins Berufsleben haben, nur empfohlen werden.

 

Quelle:

Seifart, U.: Krebs und Lebensstil. Was hilft wirklich? Der Internist 2016, 57(1): 55-64

(kvk)

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Aktualisiert am: 26.06.2017 17:24