Nach Krebs im Kindesalter: Auf die Lunge achten

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Lungenerkrankungen, vor allem Lungenentzündungen, treten nach Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter gehäuft auf.

Krebserkrankungen und die dagegen notwendigen Therapien wirken oft noch lange nach. So haben Überlebende einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter später als Erwachsene ein erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen wie Lungenentzündung. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Pediatric Blood & Cancer.

Die Forscher aus der Schweiz untersuchten die Langzeitauswirkungen von Krebserkrankungen bei Personen, die zwischen 1976 und 2005 im Kindes- oder Jugendalter erkrankten und mindestens fünf Jahre nach der Diagnose noch lebten. Im Vergleich zu ihren nicht an Krebs erkrankten Geschwistern traten bei ihnen häufiger Lungenentzündungen (Pneumonien) und Anomalien der Brustwand auf. Letztere waren genau wie Lungenfibrose, die ebenfalls oft vorkam und bei der sich das Lungengewebe stellenweise verhärtet, gehäuft, wenn die Betroffenen wegen der Krebserkrankung im Brustraum operiert worden waren. Lungenentzündungen traten vor allem nach der Behandlung mit bestimmten Chemotherapien und nach Strahlentherapie im Brustbereich auf.

Nach Ansicht der Studienautoren müsse bei Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter verstärkt auf potenzielle Lungenerkrankungen geachtet werden.

 

Quelle:

Kasteler, R. et al.: Long-term pulmonary disease among Swiss childhood cancer survivors. Pediatric Blood & Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 4. September 2017, DOI: 10.1002/pbc.26749  

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.11.2017 17:14