Nach hellem Hautkrebs Obacht geben

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Nach einer Erkrankung an hellem Hautkrebs besteht ein erhöhtes Risiko für eine weitere solche Erkrankung. Die Gründe dafür sind noch unklar, das Risiko nimmt mit den Jahren zu.

Wer einmal an hellem Hautkrebs wie einem Plattenepithelkarzinom oder Basalzellkarzinom (Basaliom) erkrankt war, hat ein erhöhtes Risiko, erneut daran zu erkranken. Dieses Risiko nimmt mit der Zeit zu, wie sich in einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology zeigte. Aber, auch das ergab die Studie, nicht alle Patienten erkranken erneut, und die Gründe dafür gilt es nun zu erforschen.

In der Studie begleiteten Wissenschaftler fast 1.300 Patienten, die einmal an hellem Hautkrebs erkrankt waren, durchschnittlich fast sechs Jahre. Hatte es sich dabei um den ersten bösartigen Tumor dieser Art gehandelt, betrug das Risiko, erneut an hellem Hautkrebs zu erkranken, 14,5 Prozent im ersten Jahr nach der Diagnose, nach drei Jahren 31 Prozent und nach fünf Jahren 41 Prozent. Waren dem Hautkrebs jedoch schon mehrere frühere Erkrankungen vorausgegangen, war das Risiko für weiteren hellen Hautkrebs mit 44 Prozent nach einem, 71 Prozent nach drei und 82 Prozent nach fünf Jahren deutlich höher. Hinsichtlich der verschiedenen Arten von hellem Hautkrebs - Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinome - gab es kaum Unterschiede.

Nun, so die Studienautoren, müsse untersucht werden, weshalb manche Personen mehrfach an hellem Hautkrebs erkranken und andere nicht. Sowohl biologische Ursachen als auch Lebensstilfaktoren kommen als Gründe in Frage, zumal Sonnenlicht ein wichtiger Risikofaktor für die Erkrankung ist. Für manche Patienten könne ein intensiviertes Screening auf Hautkrebs geeignet sein, um weitere Tumoren rechtzeitig zu bemerken.

 

Quelle:

Wehner, M. R. et al.: Timing of Subsequent New Tumors in Patients Who Present With Basal Cell Carcinoma or Cutaneous Squamous Cell Carcinoma. JAMA Dermatology 2015,151(4):382-388

(kvk)

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Aktualisiert am: 15.12.2017 10:51