Nach der Operation bei Magenkrebs mit Kombinationschemotherapie behandeln

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Die adjuvante Therapie bringt Überlebensvorteile.

Bei Patienten mit Magenkrebs, bei denen bereits die Lymphknoten befallen sind, wird nach der Operation in der Regel eine unterstützende, sogenannte adjuvante Chemotherapie oder Chemostrahlentherapie durchgeführt. Offenbar ist es vorteilhaft, bei der Chemotherapie eine Kombination aus zwei Wirkstoffen zu verwenden. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

An der Studie nahmen 182 Patienten teil. Sie erhielten eine adjuvante Chemotherapie, bei der eine Kombination aus drei Verbindungen als Tablette eingesetzt wurde. Dies geschah entweder allein (Monotherapie) oder in Kombination mit einem weiteren Chemotherapeutikum (Kombinationschemotherapie). In einer dritten Behandlungsgruppe wurde zu der Kombinationstherapie noch eine Strahlentherapie verabreicht.

Sowohl die Kombinationschemotherapie als auch die Kombinationschemotherapie plus Strahlentherapie erwiesen sich der Monotherapie als überlegen: Das krankheitsfreie Überleben nach drei Jahren hatte sich dadurch verbessert. Einen zusätzlichen Vorteil durch die Strahlentherapie gegenüber der Kombinationschemotherapie gab es jedoch nicht mehr.

Die Ergebnisse sprechen dafür, in der adjuvanten Therapie bei Magenkrebs mit Lymphknotenbefall eine Kombinationschemotherapie anzuwenden, so die Interpretation der Studienautoren. 

 

Quelle:

Park SH et al. A randomized phase III trial comparing adjuvant single-agent S1, S-1 with oxaliplatin, and postoperative chemoradiation with S-1 and oxaliplatin in patients with node-positive gastric cancer after D2 resection: the ARTIST 2 trial. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Dezember 2020, S0923-7534(20)43172-2

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 07.12.2021 18:17