Nach dem Krebs

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Nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter besteht ein erhöhtes Risiko für Folgeschäden.

Die Überlebensaussichten bei einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter haben sich dank neuer Therapien in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Doch die überlebensnotwendigen Behandlungen haben ihren Preis: Langzeitfolgen sind keine Seltenheit. Die Überlebenden sollten die Risiken kennen, damit sie entsprechende Vorsorge treffen können. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

In der Studie wurden die Daten von 3.464 Personen analysiert, die bis zum 29. Lebensjahr an Krebs erkrankt waren und diese Erkrankung mindestens fünf Jahre überlebt hatten. Den Forschern lagen Informationen darüber vor, wie sich der gesundheitliche Zustand der Krebsüberlebenden in den Folgejahren entwickelte. Demnach erlitten sechs von 100 Überlebenden innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Krebsdiagnose Lungenfunktionsstörungen oder sonstige Probleme des Atmungssystems, bei zwei von 100 traten Herz-Kreislaufstörungen auf, bei einem von 100 kam es zu einer zweiten Krebserkrankung. Im Durchschnitt traten 13 Ereignisse pro 100 Überlebende auf.

Bis zu 20 Jahre nach der Krebsdiagnose können sich Folgeerkrankungen bemerkbar machen, so die Studienautoren. Das Wissen um die erhöhten Risiken ermögliche den Betroffenen, durch einen gesunden bewussten Lebensstil zusätzliche Risiken für beispielsweise Lungen- oder Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden und regelmäßige Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wahrzunehmen. 

 

Quelle:

Smith L et al. Cumulative burden of subsequent neoplasms, cardiovascular and respiratory morbidity in young people surviving cancer. Cancer Epidemiology 2020, 66:101711

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24