Mundhöhlenkrebs: Wie oft?

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In einer Studie wurde die Entwicklung von Krebs der Mundhöhle und des Mundrachens in den USA untersucht

Bösartige Tumoren der Mundhöhle sind seltener geworden, jene des Mundrachens (Oropharyngealkarzinome) hingegen häufiger – das sind, kurz zusammengefasst, die Ergebnisse einer Studie, in der die Entwicklung von Krebs im Mundbereich in den USA untersuchte wurde. Der Studienbericht erschien kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die Forscher analysierten die Daten aus den Jahren 2000 bis 2010, die in einer großen Datenbank erfasst worden waren. Demnach wurden in dieser Zeit fast 75.500 Fälle von Krebs im Mundbereich registriert, das waren 8,4 Fälle auf 100.000 Einwohner. Mit fast einem Viertel waren am häufigsten die Mandeln erkrankt. Krebs der Mundhöhle wurde im untersuchten Zeitraum seltener, Krebs des Mundrachens hingegen häufiger. Auch die Herkunft spielte eine Rolle. So erkrankten hellhäutige Männer mit 14,1 Fällen pro 100.000 Personen am häufigsten an Krebs im Mundraum.

Nun, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, müsse angesichts der unterschiedlichen Entwicklung der verschiedenen Krebsarten im Mundbereich und des offensichtlichen Einflusses der Patientenherkunft verstärkt untersucht werden, welche Risikofaktoren jeweils zugrunde liegen.

 

Quelle:

Weatherspoon, D. J. et al.: Oral cavity and oropharyngeal cancer incidence trends and disparities in the United States: 2000–2010. Cancer Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Mai 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.04.007

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.10.2017 21:19