Multiples Myelom: Länger mit der Krankheit leben

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Die Überlebensaussichten beim multiplen Myelom haben sich deutlich verbessert. Vor allem für die letzten Jahre konnten in einer Studie große Fortschritte beobachtet werden.

Noch immer ist das multiple Myelom eine unheilbare Krankheit. Und dennoch: Wer heute daran erkrankt, hat deutlich bessere Chancen, die Krankheit viele Jahre zu überleben, als Patienten vor 20 oder 30 Jahren. Das geht aus einem Bericht von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology hervor. Die Forscher führen die Verbesserung der Überlebensaussichten vor allem auf die Einführung neuer Therapien zurück.

In der Studie war die Entwicklung der Überlebensraten beim multiplen Myelom innerhalb der letzten 30 Jahre anhand von knapp 600 Patienten verfolgt worden. Bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 65 Jahre waren, nahmen die Überlebenszeiten im Verlauf des Beobachtungszeitraums signifikant zu. Bei älteren Patienten war zwar ebenfalls ein Anstieg zu beobachten, dieser war jedoch nicht signifikant.

In der Studie kristallisierten sich fünf Faktoren heraus, die für das Überleben relevant waren: Das Erkrankungsstadium laut International Staging System, die Blutwerte an Lactatdehydrogenase (LDH), die Funktionstüchtigkeit der Nieren, die Durchführung einer autologen Stammzelltransplantation und eine begleitende Amyloidose.

Nach Aussage der Studienautoren konnte die Überlebenszeit von Patienten mit multiplem Myelom innerhalb der letzten fünf Jahre verdreifacht werden. Dies führen die Forscher wesentlich auf die Einführung neuer zielgerichteter Therapien bei der Erkrankung zurück.

 

Quelle:

Ríos-Tamayo, R. et al.: Trends in survival of multiple myeloma: A thirty-year population-based study in a single institution. Cancer Epidemiology, Onlinevorabveröffentlichung am 12. August 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.08.002

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 27.06.2017 17:13