Multimodale Therapie bei Krebs am Übergang von der Speiseröhre zum Magen

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Nur bei Tumoren im Frühstadium reicht eine alleinige Operation aus. In allen anderen Fällen sind weitere Therapien wie Chemo- und Strahlentherapie empfohlen.

Noch immer ist die Prognose bei bösartigen Tumoren am Übergang von der Speiseröhre zum Magen ungünstig – vor allem, weil die Diagnose oft verspätet gestellt wird, sodass die Tumoren bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht haben. Nur bei Tumoren im Frühstadium reicht eine Operation als alleinige Therapie aus. Bei allen anderen Tumoren wird eine multimodale Therapie mit Operation, Chemotherapie und gegebenenfalls Strahlentherapie empfohlen, um die Überlebensaussichten zu verbessern. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Der Onkologe.

Oft wird schon eine unterstützende, sogenannte neoadjuvante Strahlenchemotherapie vor der Operation empfohlen (im Tumorstadium cT3/4N0-3). Dies verkleinert den Tumor, sodass bei der nachfolgenden Operation mit größerer Wahrscheinlichkeit alles Tumorgewebe entfernt werden kann. Auch eine Chemotherapie während des chirurgischen Eingriffs kann die Überlebensaussichten verbessern. Wenn sich der Krebs bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet hat, lohnt es sich, in bestimmten Fällen der Chemotherapie einen gegen HER-2 gerichteten Antikörper hinzuzufügen.

Die entsprechenden Therapien sollten, so die Empfehlung, in spezialisierten Zentren und womöglich im Rahmen klinischer Studien durchgeführt werden, um die optimale Betreuung sicherzustellen. Es sei wichtig, etwaige Komplikationen wie Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen und dem entgegenzuwirken. Dies verbessere die Lebensqualität ebenso wie die Überlebensaussichten.

 

Quelle:

Lordick F & Gockel I. Multimodale Therapie bei Adenokarzinomen des ösophagogastralen Übergangs. Onkologe 2019, 25:1086-94

 

(KvK) 

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Zuletzt aufgerufen am: 29.05.2020 10:55