Multikinasehemmer bei Nierenkrebs

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Auch wenn Knochenmetastasen vorliegen, ist die Therapie offenbar eine gute Option.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs kann eine Therapie mit dem Multi-Tyrosinkinasehemmer Cabozantinib zu besseren Ergebnissen führen als eine Therapie mit dem schon länger bekannten m-Tor-Hemmer Everolimus. Dies gilt offenbar auch dann, wenn sich der Krebs bereits in die Knochen ausgebreitet hat, wie aus einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology hervorgeht.

In der Studie hatten 658 Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs nach einer ersten zielgerichteten Therapie entweder Cabozantinib oder Everolimus erhalten. Bei 142 von ihnen hatte sich der Krebs bereits in die Knochen ausgebreitet und dort Tochtergeschwülste, sogenannte Knochenmetastasen, gebildet. Bei diesen Patienten konnte die Krankheit bei denjenigen, die mit Cabozantinib behandelt wurden, länger zum Stillstand gebracht werden, als bei denen, die Everolimus erhielten. Auch das Gesamtüberleben und die objektive Ansprechrate waren unter Cabozantinib signifikant besser. Zudem traten unter der Therapie mit dem Tyrosinkinasehemmer weniger Komplikationen in den Knochen wie Knochenbrüche auf.

Die Therapie mit dem Multi-Tyrosinkinasehemmer Cabozantinib sei offenbar auch für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs und Knochenmetastasen eine gute Behandlungsoption, so die Einschätzung der Studienautoren.

 

Quelle:

Escudier B et al. Cabozantinib, a New Standard of Care for Patients With Advanced Renal Cell Carcinoma and Bone Metastases? Subgroup Analysis of the METEOR Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Januar 2018, https://doi.org/10.1200/JCO.2017.74.7352

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.06.2018 13:22