Mit Sport gegen die Nebenwirkungen bei Immuntherapie

Nachricht vom 12.12.2023

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Körperliche Bewegung hilft offenbar, das Risiko für schwere Nebenwirkungen der Immuncheckpointblockade bei Krebserkrankungen zu senken.

Es lohnt sich, auch während einer Krebstherapie körperlich aktiv zu bleiben, selbst wenn es manchmal große Überwindung und Mühen kostet: Bei einer Immuntherapie mit Checkpointhemmern kann verstärkte körperliche Bewegung das Risiko für schwere Nebenwirkungen senken. Das ergaben die Untersuchungen in einer Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde.

In die Studie wurden 251 Patienten einbezogen, die zu Beginn einer Immuntherapie mit Checkpointblockern einen Fragebogen zu ihren körperlichen Aktivitäten ausfüllten und dann ca. zwei Jahre lang beobachtet wurden. Schon mittlere Anstrengungen zahlten sich für sie aus: Moderate bis starke Bewegung war mit einem verringerten Risiko für immunbedingte schwere Nebenwirkungen verbunden. Daneben erreichten Patienten mit mittleren bis hohen körperlichen Aktivitäten auch ein längeres Überleben. Gleiche Zusammenhänge ergaben sich, wenn nur sportliche Aktivitäten berücksichtigt wurden: Höhere Intensität ging mit einem verringerten Risiko für immunbedingte schwere Nebenwirkungen und einem verlängerten Überleben einher.

Nun müsse nach Ansicht der Studienautoren in randomisierten klinischen Studien überprüft werden, ob Patienten davon profitieren, wenn sie ihre körperlichen Aktivitäten nach einer Krebsdiagnose verstärken.

 

Quelle:

Verheijden RJ et al. Physical activity and checkpoint inhibition: association with toxicity and survival. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 24. November 2023, https://doi.org/10.1093/jnci/djad245

 

(kvk)

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