Mit HPV-Test Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkennen

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Mit dem HPV-Test können beim Screening zervikale intraepitheliale Neoplasien erkannt werden, aus denen sich Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.

Die Häufigkeit von Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist dank der Einführung der gynäkologischen Früherkennungsuntersuchung mit Zellabstrich (PAP-Test) deutlich zurückgegangen. Nun versprechen sich Wissenschaftler eine weitere Eindämmung der Krankheit, indem ein wesentlicher Risikofaktor ausgeschaltet wird: die Infektion mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV). 

Mithilfe der in Deutschland seit März 2007 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren empfohlenen Impfung gegen HP-Viren kann der Ansteckung mit den Krankheitserregern vorgebeugt werden. Ein Test auf das Vorhandensein der Viren wiederum ermöglicht es, eine Infektion und beginnende Zellveränderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, sodass sich kein Krebs entwickeln kann. Die Effizienz eines solchen Tests wurde nun in einer Studie mit insgesamt rund 25.000 Frauen im Vergleich zum Zellabstrich erprobt.

Durch die Anwendung des HPV-Tests wurden in der ersten Screeningrunde signifikant mehr Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, sogenannte zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN2+ und CIN3+), erkannt. Dies galt insbesondere für Frauen ab 35 Jahren. Bei jüngeren Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren wurden durch den HPV-Test mehr CIN2+ erkannt.

Beim ersten Screening können offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, durch die Anwendung des HPV-Tests mehr Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erkannt werden.

 

Quelle:

Ogilvie, G. S. et al.: HPV for cervical cancer screening (HPV FOCAL): Complete Round 1 results of a randomized trial comparing HPV-based primary screening to liquid-based cytology for cervical cancer. International Journal of Cancer 2016, 140(2):440-448

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 23.09.2017 20:56