Minimale Restkrankheit bei akuter myeloischer Leukämie

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Wenn nach der Therapie keine minimale Restkrankheit mehr nachgewiesen werden kann, ist die Prognose besser.  

Nach einer Therapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) kann es sein, dass die Krankheit zwar gut angesprochen hat, dennoch aber noch eine minimale Restkrankheit nachweisbar ist. Die Überlebensaussichten sind besser, wenn das nicht der Fall ist, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Oncology berichteten, nachdem sie 81 Studien mit insgesamt 11.151 Patienten ausgewertet hatten.

Wie sich herausstellte, war es für die Prognose bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie sehr entscheidend, ob nach der Therapie noch minimale Restkrankheit feststellbar war oder nicht. So waren von den Patienten ohne minimale Restkrankheit nach fünf Jahren noch mehr als zwei Drittel am Leben, von denen mit minimaler Restkrankheit etwas mehr als ein Drittel. Und auch das krankheitsfreie Überleben war bei den Patienten ohne minimale Restkrankheit signifikant besser. Dies galt für alle untersuchten Altersgruppen, AML-Typen und Zeitpunkte, an denen die minimale Restkrankheit bestimmt worden war.

Damit, so die Studienautoren, habe sich die minimale Restkrankheit als ein wichtiger Faktor zur Abschätzung der Prognose bei akuter myeloischer Leukämie erwiesen. 

 

Quelle:

Short NJ et al. Association of Measurable Residual Disease With Survival Outcomes in Patients With Acute Myeloid Leukemia. A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Oktober 2020, doi:10.1001/jamaoncol.2020.4600

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 29.10.2020 18:00