Metastasierter nicht-kleinzelliger Lungenkrebs: Chemo- und Immuntherapie kombinieren

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In der Erstbehandlung kann das einen Lebenszeitgewinn bringen.

Wenn Patienten die Diagnose nicht-kleinzelliges Plattenepithelkarzinom der Lunge bekommen, das sich bereits mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in andere Organe ausgebreitet hat, kann entweder eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie mit dem PD-L1-Checkpointblocker Pembrolizumab eingeleitet werden. Nun testeten Wissenschaftler in einer Studie die Kombination aus beidem – und das mit Erfolg, wie dem Bericht in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine zu entnehmen ist.

Eine Therapie mit dem PD-L1-Blocker Pembrolizumab darf normalerweise nur dann als Ersttherapie durchgeführt werden, wenn mindestens die Hälfte der in einer Gewebeprobe untersuchten Krebszellen PD-L1 ausbildet. In der aktuellen Studie erhielten 559 Patienten eine Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel sowie eine Immuntherapie mit Pembrolizumab oder ein Scheinmedikament (Placebo). Die Chemotherapie wurde vier Zyklen lang durchgeführt, die Immun- bzw. Placebotherapie bis zu 35 Zyklen.

Durch die Kombination von Chemo- und Immuntherapie verbesserte sich gegenüber der alleinigen Chemotherapie das Gesamtüberleben signifikant. Der Überlebensvorteil zeigte sich unabhängig davon, ob die Tumoren viel PD-L1 ausbildeten oder nicht. Auch die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, konnte durch die Kombinationstherapie gesteigert werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen Grad 3 oder mehr traten in beiden Gruppen gleichermaßen oft auf, jedoch unterbrachen in der Chemo-Immuntherapiegruppe mehr Patienten die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen. 

Die Chemotherapie aus Carboplatin und Paclitaxel mit einer Immuntherapie mit Pembrolizumab zu kombinieren, lohne sich offenbar für Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Plattenepithelkarzinom der Lunge, so die Studienautoren: Die Lebenszeiten verlängern sich, die Ansprechraten sind besser und das Ansprechen auf die Behandlung hält länger an.

 

Quelle:

Paz-Ares L et al. Pembrolizumab plus Chemotherapy for Squamous Non–Small-Cell Lung Cancer. New England Journal of Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 25. September 2018, DOI: 10.1056/NEJMoa1810865

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 19.10.2018 15:04