Metastasen bei Prostatakrebs behandeln

Nachricht vom 15.09.2022

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Wenn es einzelne Metastasen sind, kann sich eine metastasengerichtete Therapie lohnen, vor allem bei hohem Risiko.

Wenn sich Prostatakrebs bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in andere Organe ausgebreitet hat, sinken die Überlebensaussichten. Doch bei einzelnen Metastasen lohnt es sich, mit einer Therapie dagegen zu beginnen. Die Überlebenszeiten verlängern sich dadurch, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology berichteten.

Die Forscher fassten die Daten von zwei Studien - STOMP und ORIOLE – mit insgesamt 116 Patienten zusammenfassen. Sie hatten entweder eine gegen die Metastasen gerichtete Therapie erhalten oder sich der Observation unterzogen und waren nur dann behandelt worden, wenn Beschwerden auftraten. Die Beobachtungszeit in der Studie betrug mehr als vier Jahre.

Das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, war in der Gruppe derer, die eine metastasengerichtete Therapie erhalten hatten, signifikant länger als in der Beobachtungsgruppe. Am meisten profitierten die Patienten, die ein hohes Risiko hatten, weil bestimmte genetische Veränderungen im Tumorgewebe vorlagen. 

In der Studie betätigte sich auch nach längerer Beobachtungszeit, dass eine metastasengerichtete Therapie bei einzelnen Metastasen von Prostatakrebs für die Patienten vorteilhaft sein kann, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Deek MP et al. Long-Term Outcomes and Genetic Predictors of Response to Metastasis-Directed Therapy Versus Observation in Oligometastatic Prostate Cancer: Analysis of STOMP and ORIOLE Trials. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 24. August 2022, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.22.00644

 

(KvK)

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