Metastasen bei Magenkrebs

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Die verschiedenen Untertypen von Magenkrebs bevorzugen für ihre Metastasen unterschiedliche Organe. 

Magenkrebs tritt in vielfältiger Form in Erscheinung. Die Gewebeuntertypen haben offenbar auch unterschiedliche Ausbreitungsorte, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology berichteten.

In der sogenannten Laurén-Klassifikation werden Adenokarzinome des Magens, eine Form von Magenkrebs, in drei Gewebeuntertypen eingeteilt: den intestinalen Typ (ca. die Hälfte aller Fälle), den diffusen Typ (ca. 40%) und den Mischtyp (5-10%). In der vorliegenden Studie untersuchten Wissenschaftler das Ausbreitungsverhalten dieser verschiedenen Typen anhand der Daten von 8.231 Patienten, die ihre Diagnose zwischen 1999 und 2017 erhalten hatten. Bei allen hatte der Krebs schon zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen gebildet. 

57% der Patienten wiesen einen intestinalen Typ auf, 38% einen diffusen und 5% einen Mischtyp. Die intestinalen Karzinome hatten sich am häufigsten in die Leber und Lunge ausgebreitet. Beim diffusen Typ hingegen befanden sich die Metastasen am häufigsten im Bauchfell und den Knochen. Patienten mit einem Adenokarzinom vom diffusen Typ hatten im Durchschnitt eine schlechtere Prognose – unabhängig vom Ort und der Zahl der Metastasen.

 

Quelle:

Koemans WJ et al. The metastatic pattern of intestinal and diffuse type gastric carcinoma – A Dutch national cohort study. Cancer Epidemiology 2020, 69:101846. https://doi.org/10.1016/j.canep.2020.101846

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 27.11.2020 19:40