Metabolisches Syndrom Risikofaktor für Leberkrebs

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Auch Fettleibigkeit und Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, wenn zugleich eine Infektion mit Hepatitis B vorliegt.

Ein Risikofaktor für Leberkrebs ist das metabolische Syndrom. Dies bestätigte sich in einer Studie aus China, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht wurden.

Das metabolische Syndrom wird auch gern als „Tödliches Quartett“ bezeichnet. Es zeichnet sich durch ein erhöhtes Körpergewicht, Störungen im Fettstoffwechsel mit erhöhten Blutfettwerten, einem erhöhten Blutzucker bis hin zum Diabetes mellitus sowie Bluthochdruck aus. Wenn alle vier Komponenten vorliegen, wird vom metabolischen Syndrom gesprochen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern das metabolische Syndrom bei Personen, die an einer Hepatitis B-Infektion leiden, Einfluss auf die Entwicklung von Leberkrebs hat. Dafür wurden die Daten von 6.564 Personen ausgewertet, bei denen eine Hepatitis B-Infektion nachgewiesen worden war.

Es stellte sich heraus, dass unter den an Hepatitis B Erkrankten diejenigen, die am metabolischen Syndrom erkrankt waren, ein zweifach erhöhtes Risiko für Leberkrebs hatten. Andere Einflussfaktoren wie Lebensalter, Geschlecht, Zigarettenrauchen, Alkoholkonsum, Leberzirrhose und erhöhte Leberwerte waren dabei berücksichtigt worden. Darüber hinaus kristallisierten sich auch Fettleibigkeit mit erhöhtem Bauchumfang und Diabetes mellitus Typ 2 als eigenständige Risikofaktoren für Leberkrebs heraus.

 

Quelle:

Tan Y et al. The influence of metabolic syndrome on the risk of hepatocellular carcinoma in patients with chronic hepatitis B infection in mainland China. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention; Onlinevorabveröffentlichung am 18. September 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-19-0303

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 14.10.2019 16:43