Metabolisches Syndrom als Risikofaktor für Darmkrebs

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In einer Studie zeigt sich ein Zusammenhang. Und auch einzelne Komponenten des metabolischen Syndroms sind Risikofaktoren.

Das metabolische Syndrom, auch „tödliches Quartett“ genannt, weil es Übergewicht, Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen umfasst und damit das Risiko vor allem für tödliche Herzkreislauferkrankungen erhöht, gilt auch als ein Risikofaktor für Krebserkrankungen. Ob dies speziell für Darmkrebs gilt, ist bislang umstritten. In einer neuen Studie aus Korea bestätigte sich der Zusammenhang, wie der Bericht in der Fachzeitschrift Cancer zeigt.

In die Kohortenstudie wurden in den Jahren 2002 bis 2014 insgesamt 41.837 Personen aufgenommen. Sie wurden bis 2017 beobachtet, um festzustellen, wieviele von ihnen an Darmkrebs erkrankten. Schlussendlich waren 128 Darmkrebsfälle diagnostiziert worden.

Ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs hatten Personen mit metabolischem Syndrom. Zudem erwiesen sich Bluthochdruck und ein hoher Blutzuckerspiegel, die beide zum metabolischen Syndrom gehören, als eigenständige Risikofaktoren für Darmkrebs. Beim Übergewicht spielte für das Darmkrebsrisiko vor allem Fettleibigkeit im Bauchbereich eine entscheidende Rolle.

Nach Ansicht der Studienautoren bestätigen die Ergebnisse dieser Studie das metabolische Syndrom als Risikofaktor für Darmkrebs. Vor allem Personen mit viel Bauchfett, bei denen das metabolische Syndrom nachgewiesen wurde, sei das Screening zur Vorbeugung und Früherkennung von Darmkrebs dringend zu empfehlen.

 

Quelle:

Tran TT et al. Association between metabolic syndrome and its components and incident colorectal cancer in a prospective cohort study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 11. November 2021, https://doi.org/10.1002/cncr.34027

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25