Mesotheliom: Selten und aggressiv

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Frauen haben bei dieser Erkrankung etwas bessere Überlebensaussichten als Männer.

Maligne Mesotheliome des Bauchfells (Peritoneum) sind eine seltene Erkrankung, die in der Regel mit einer ungünstigen Prognose einhergehen. Das bestätigen einmal mehr die Ergebnisse einer Untersuchung aus Frankreich, die in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology veröffentlicht wurden.

Mesotheliome entwickeln sich aus dem sogenannten Mesenchym, einem Plattenepithel der serösen Häute. Entsprechend können sie in der Pleura, dem Herzbeutel, dem Bauchfell und in den Hoden vorkommen. Sie können gut- oder bösartig sein, wobei die bösartige, aggressiv wachsende Form überwiegt. 

In der aktuellen Studie wurden die Krankheitsdaten zu Mesotheliomen des Bauchfells aus den Jahren 1989 bis 2015 in Frankreich ausgewertet. Demnach handelt es sich nach wie vor um einen seltenen Tumor, wenngleich die Häufigkeit in diesem Zeitraum leicht anstieg. Patienten, die nach 2000 erkrankten, hatten eine bessere Prognose als Patienten früherer Jahre. Auch haben Frauen deutlich bessere Überlebensaussichten - ihr Risiko, innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose an der Erkrankung zu versterben, war nur halb so groß wie das von Männern. Insgesamt, so das Fazit der Studienautoren, seien die Überlebensaussichten bei dieser Erkrankung ungünstig.

 

Quelle:

Le Stang N et al. Incidence and survival of peritoneal malignant mesothelioma between 1989 and 2015: A population-based study. Cancer Epidemiology 2019, 60:106-11

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 17.10.2019 15:58