Merkelzellkarzinom: Je größer und tiefer, desto ungünstiger

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Die Größe und Eindringtiefe des Tumors beeinflussen beim Merkelzellkarzinom der Haut wesentlich den Krankheitsverlauf

Bei einer Erkrankung am Merkelzellkarzinom der Haut, einer Form von hellem Hautkrebs, hängt die Prognose wesentlich von der Größe des Tumors ab sowie davon, wie tief er bereits in das Gewebe eingewachsen ist. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer.

Die Forscher waren auf der Suche nach möglichen Einflussfaktoren für den Krankheitsverlauf und analysierten dafür die Daten von 375 Patienten mit Merkelzellkarzinom, darunter fast drei Viertel Männer. Die Hälfte der Patienten war 75 Jahre und älter. Der Tumor wird mit zunehmendem Lebensalter häufiger und tritt bevorzugt an lichtexponierten Stellen wie dem Gesicht bzw. Armen und Beinen auf. 

Ein Drittel der Patienten, bei denen die Lymphknoten untersucht worden waren, wiesen bereits einen Befall auf. Je größer der Tumor war und je tiefer er in das Gewebe eindrang, desto größer war die Wahrscheinlichkeit für eine Ausbreitung in die Lymphknoten. Auch das Gesamtüberleben und das krebsbezogene Überleben hingen davon ab – sie waren bei größeren und tieferen Tumoren schlechter. 

Sowohl die Größe des Tumors als auch seine Eindringtiefe sollten nach Ansicht der Studienautoren bei der Erstdiagnose eines Merkelzellkarzinoms routinemäßig untersucht werden.

 

Quelle:

Smith, F. O. et al.: Both tumor depth and diameter are predictive of sentinel lymph node status and survival in Merkel cell carcinoma. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Juni 2015, DOI: 10.1002/cncr.29452

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40